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24.05.2013

Festakt zum 125. Todestag Raiffeisens auf Schloss Montabaur - Bundestagspräsident würdigt Genossenschaftsbanken

Die Raiffeisen-Welt feierte. In der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) auf Schloss Montabaur war es kein Geringerer als Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, MdB, der auf Einladung der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft den Festvortrag anlässlich des 125. Todestages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 bis 1888) übernommen hatte. Rund 200 Gäste aus dem Genossenschaftswesen sowie aus Politik und Wirtschaft, darunter Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ BANK, und Eckhard Ott, Vorsitzender des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV), erlebten einen feierlichen Festakt.

In seiner Begrüßung hob der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen-Gesellschaft, Werner Böhnke, hervor, dass Raiffeisen eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte sei. „Ausgestattet mit großen Gaben nicht nur des Geistes, sondern auch des Herzens, geprägt von tiefer Religiosität und erfüllt von der ständigen Bereitschaft, seinen in Not geratenen Mitmenschen zu helfen, hat Raiffeisen seine Ideen mit Beharrlichkeit und Konsequenz in die Tat umgesetzt". Ausgehend von einer kleinen Keimzelle im Westerwald habe die genossenschaftliche Idee eine weltweite Verbreitung gefunden und erlebe gegenwärtig eine regelrechte Renaissance.

Im Rahmen einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion erörterten die Teilnehmer unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Theresia Theurl, Direktorin des Instituts für Genossenschaftswesen der Uni Münster, die Bedeutung der Ideen von Raiffeisen in der heutigen Zeit. Die Diskutanten Holger Backhaus-Maul, Soziologe an der Universität Halle-Wittenberg, Bernhard Meffert, Schulleiter des Raiffeisen-Campus in Wirges, Prof. Dr. Julia Nida-Rümelin, Staatsminister a.D. und Philosophieprofessor an der Universität München, Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbandes Deutschland, und Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, prophezeiten nach einer lebhaften Diskussionsrunde übereinstimmend den Ideen Raiffeisens eine große Bedeutung in der Zukunft.

Einen ausführlichen Bericht zur Podiumsdiskussion finden sie hier XXXX.

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert spannte in seinem Festvortrag den Bogen von den Anfängen der Europäischen Integration bis zur Währungsunion. Dabei forderte er nachdrücklich eine „Neuvermessung des Verhältnisses von Politik und Wirtschaft". Er betonte, dass das genossenschaftliche Banksystem mit Abstand am besten durch die Finanzkrise gekommen sei und Genossenschaften eine gute Möglichkeit seien, die Probleme der Zukunft zu lösen.

Einen ausführlichen Bericht zur Festrede finden sie hier.

Der Bürgermeister von Flammersfeld und mithin Amtsnachfolger Raiffeisens, Josef Zolk, erinnerte in seinem Schlusswort daran, dass Raiffeisens Verdienst nicht nur in der Gründung der ländlichen Genossenschaften bestanden habe, sondern er sich zeitlebens auch für Bildung und Infrastrukturmaßnahmen einsetzte. Zolk konstatierte: „Genossenschaften sind weltweit auf dem Vormarsch und gewinnen an Popularität, sie sind voller Leben, anregend und modern".

Der feierliche Festakt wurde musikalisch umrahmt von Christoph Thiemann am Flügel und Vincent Schirrmacher, Tenor an der Volksoper Wien. Im Anschluss wurde im Casino des Schlosses Montabaur bei einem Abendessen noch lange weiter über den neuen Schwung für die Gedanken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gesprochen.

Bereits am Nachmittag fand die konstituierende Kuratoriumssitzung der Raiffeisen-Gesellschaft statt. Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. (DRV), wurde zum Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums wählten die Mitglieder des Kuratoriums, Michael Lieber, Landrat des Landkreises Altenkirchen. Im Anschluss an die Sitzung des Kuratoriums hatte der Vorstand zur ersten Mitgliederversammlung der Raiffeisen-Gesellschaft eingeladen.

Weitere Informationen finden sie hier XXX.

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